Alle Fragen, die uns gestellt werden. Mit Antworten und Quellen.
Sie schränkt lautes Feuerwerk für den privaten Gebrauch ein und schafft eine einheitliche nationale Regelung.
Bewilligte öffentliche Feuerwerke, etwa am 1. August oder an Silvester, bleiben möglich. Ebenso leise Alternativen wie Vulkane oder Lichtshows.
Nein. Bewilligte öffentliche Feuerwerke bleiben erlaubt, auch am Nationalfeiertag.
Eingeschränkt wird der private Gebrauch lauter Feuerwerkskörper, der unangekündigt und über Tage verteilt stattfindet.
Eine Regel für die ganze Schweiz statt 26 kantonale Lösungen.
Für Tierhaltende bedeutet das planbare, ruhigere Nächte.
Nein. Das Parlament hat keinen Gegenvorschlag beschlossen. Die Initiative kommt unverändert zur Abstimmung.
Tiere hören deutlich besser als Menschen und können Knallgeräusche nicht einordnen. Die Folge sind Angst, Stress und Fluchtreaktionen, mit Verletzungs- und Unfallgefahr.
52 % der Hunde zeigen mindestens teilweise Angst vor Feuerwerk. Über 15 % der ängstlichen Hunde brauchen mehrere Tage oder länger zur Erholung.
Riemer, 2019, Vetsuisse Bern · PLoS ONENein, Nutz- und Wildtiere sind genauso betroffen. Sie können sich dem Lärm nicht entziehen.
Nutztiere verletzen sich bei Fluchtreaktionen im Stall oder auf der Weide. Wildtiere werden aus ihren Rückzugsorten aufgeschreckt und verlieren, besonders im Winter, wichtige Energiereserven. Bereits 100 dB genügen, um bei Nutztieren wie Schweinen Angst und einen erhöhten Puls auszulösen.
Kupczyński et al., 2023 · Animals 13(14):2307Nein, häufig ist es umgekehrt. Die Angst nimmt bei vielen Hunden über die Jahre zu, weil sich die Erfahrung verfestigt.
Eine Gewöhnung gelingt nur mit gezieltem Training über längere Zeit, nicht durch Abwarten.
Riemer, 2019, Vetsuisse Bern · PLoS ONEDas hilft, löst das Problem aber nicht. Der Knall ist auch im Haus zu hören.
Nutztiere im Stall und Wildtiere draussen lassen sich so gar nicht schützen. Unser Notfallplan gibt konkrete Tipps. Nötig wäre er bei weniger Lärm aber gar nicht.
Kinder, ältere und psychisch belastete Menschen, Kriegstraumatisierte.
Laute Knallkörper können zudem das Gehör schädigen. Hörschwellenverschiebung und Tinnitus sind belegt.
Botschaft des Bundesrates zur VolksinitiativeFeuerwerk verursacht in der Schweiz rund 320 Tonnen Feinstaub pro Jahr, zwei bis drei Prozent der Jahresemissionen.
Weil sich diese Menge auf wenige Stunden konzentriert, steigen die Messwerte in diesen Stunden um ein Vielfaches. Dazu kommen rund 1300 Tonnen Abfall pro Jahr sowie Metalle und Schadstoffe, die in Böden und Gewässer gelangen.
BAFU · Feuerwerke und Umweltbelastung · Abfallmenge: Botschaft des BundesratesEs ist eine Einschränkung, kein Verbot. Bewilligte Anlässe und leise Alternativen bleiben.
Wer knallt, entscheidet über die Nacht von Nachbarn, Kindern und Tieren mit. Viele Städte und Gemeinden schränken heute schon ein, ohne dass die Feste verschwunden sind.
Die Tradition ist das Höhenfeuer, der Lampionumzug, das gemeinsame Essen.
Der laute Knallkörper für den Privatgebrauch ist eine junge Entwicklung. Wer mit Tieren lebt, nimmt seit jeher Rücksicht. Diese Tradition bleibt und wird wieder sichtbarer, wenn der Lärm abnimmt.
Der Verkauf bleibt möglich, eingeschränkt wird der laute Privatgebrauch.
Der Bedarf verschiebt sich, er verschwindet nicht: bewilligte Grossfeuerwerke, Drohnen- und Lichtshows sowie leise Produkte bleiben. Betroffene Betriebe haben Zeit, sich darauf auszurichten.
Heute gilt in jedem Kanton etwas anderes, oft sogar von Gemeinde zu Gemeinde. Das versteht niemand und lässt sich kaum durchsetzen.
Dem Argument einer einheitlichen nationalen Regelung stimmen 83 % der Befragten zu.
gfs.bern, 2024Am 29. November 2026, an der Urne oder per Brief.
Am wirkungsvollsten ist die briefliche Stimmabgabe, sobald die Unterlagen eintreffen.
Nein. Ihr Zeichen ist eine öffentliche Unterstützung und hält Sie informiert.
Abgestimmt wird am 29. November an der Urne oder per Brief.
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